21. bis 24. Februar 2007

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Creole-Weltmusik aus Baden-Württemberg - Die Sieger stehen fest

Nach drei Wettbewerbstagen, an denen 19 Weltmusik-Gruppen aus Baden-Württemberg ihr Bestes gaben, hat sich in der Nacht von Freitag zu Samstag die fünfköpfige Jury für folgende drei Bands entschieden.

Diese drei Siegerbands spielen am Samstag, 24. Februar um 20 Uhr im Theaterhaus Stuttgart beim creole-Preisträgerkonzert.


Pressemitteilung 23.02. 2007

Erklärung der Jury zur Auswahl der Preisträger beicreole - Preis für Weltmusik, Landesvorentscheid Baden-Württemberg

Heute nacht wurden die drei Preisträger des regionalen Wettbewerbs „creole - Preis für Weltmusik aus Baden-Württemberg“ im Theaterhaus Stuttgart bekannt gegeben.
Aus über 80 Bewerbern hatte eine Vorjury 19 Gruppen ausgewählt, die sich vom 21.-23.2. im Theaterhaus mit 20minütigen Auftritten vorstellten.

Die Jury, bestehend aus Zélia Fonseca (Musikerin, Heidelberg, Juryvorsitz), Bernd Belschner (Leiter des Kulturzentrums Tollhaus Karlsruhe), Stefan Franzen (Musikjournalist, Freiburg), Anette Heit (Werkstatt der Kulturen Berlin) und Büdi Siebert (Musiker und Komponist, Nagold), wählte unter diesen 19 Bewerbern folgende Preisträger aus, die das Bundesland beim creole-Finale in Dortmund im Mai vertreten werden:

Äl Jawala
Enkh Jargal & Ensemble
Hiss

Ihre Wahl begründet die Jury wie folgt:

Äl Jawala
Mit einer frechen, jungen Bühnenenergie und druckvollem Sound vermitteln die Freiburger Musiker die Lebensfreude und den Geist der Klänge vom Balkan und aus dem arabischen Raum anhand einer ganz eigenen Sprache und konzentrierten, auf den Punkt platzierten Arrangements auf einer kleinen Auswahl an Instrumenten. Alle Mitglieder sind hervorragende Instrumentalisten und formen zusammen ein geschlossenes, groovendes Bandgefüge, aus dem keiner zum Selbstzweck heraustritt.

Enkh Jargal & Ensemble
In seinem Trio vereint Enkh Jargal Meister aus verschiedenen Ländern, die aus ihrem jeweiligen persönlichen Stil eine neue klangliche Einheit kreieren. Sowohl beim Initiator des Projekts als auch beim kurdischen Saz-Spieler Dost Matur und dem deutschen Perkussionisten Christian Auer wird spürbar, dass Musik über die gesprochene Sprache hinaus Kommunikation aus dem Herzen ist. Hierbei spielen alle drei mit Elementen ihrer eigenen Kultur und sind zugleich flexibel genug, diese verlassen zu können. Gepaart mit einer solchen Offenheit, die alle möglichen Kulturen schlüssig integrieren kann, zeigt sich eine großer Enthusiasmus, für das Publikum zu spielen.

Hiss
Inspiriert durch Musikstile der amerikanischen Südstaaten aber auch durch europäische Wurzeln, die sie mit originellen, derb-witzigen deutschen Texten paaren, befahren die fünf Musiker mitten in Schwaben die Weltmusikstraße in einer spannenden Gegenrichtung. Sie holen das Globale in die Provinz und erzählen mit den Klängen der weiten Welt ganz persönliche Geschichten. Hochenergetische Spielfreude, hohe Virtuosität und das Vermögen, durch einen hohen Unterhaltungswert auch neue Hörerkreise für die Weltmusik zu erschließen, zeichnen sie ebenfalls aus.

Diese dreie Gruppen können das breite Spektrum der baden-württembergischen Teilnehmer freilich nur als Ausschnitte repräsentieren. Die Jury war begeistert von der Palette der dargebotenen Beiträge, die von der Nähe zur Folklore bis hin zu elektronischen Tendenzen reichte, ebenso vom enorm hohen Zuspruch des Publikums über die gesamten drei Tage. Daher sind die Juroren der Meinung, dass diese Musiksparte, die die multikulturelle Realität Deutschlands widerspiegelt, genauso gefördert werden sollte wie Klassik und Jazz.

i.A. der gesamten Jury
Stefan Franzen

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