Internationales Erzählfestival „Im Fluss der Worte“
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„Erzählen rund um die Welt“
Auftaktveranstaltung / Erzählungen und Musik
Vorstellung der Erzähler mit einer „Kostprobe ihrer Kunst“
Zeit: 19:00, Ort: Linden-Museum, Wanner-Saal
Begrüßung: Dr. Wolfgang Ostberg, Leiter des Kulturamts Stuttgart
ErzählerInnen: Regina Sommer, Gidon Horowitz, Mehmet Dalkilic, Jasna Held, Tormenta Jobarteh, Agnes Chavanon, Martin Ellrodt, Frau Wolle, Alexander Kostinskij, Marco Holmer,
Dr. Mensah W. Tokponto
Musik: Limes X
Moderation: Jusuf Naoum und Odile Néri-Kaiser
Zur Eröffnung des Erzählkunstfestivals bringt jeder Künstler dem Stuttgarter Publikum eine kurze Geschichte aus seiner Tradition mit. Durch die zwölf unterschiedlichsten Erzählpersönlichkeiten entsteht eine bunte Landkarte dieser Kunst, die vier Tage lang in der Landeshauptstadt Stuttgart ausgerollt wird.
Eintritt 7 € / 5 €
Freitag, 15. April 2005 - „Phantasie“
„Familiengeheimnisse“
für Familien und Kinder (ab 6 Jahren
Zeit: 16:0018:00, Ort: Stadtbücherei im Wilhelmspalais
Erzähler: Marco Holmer
Es geht um die faszinierenden Geheimnisse von Tante Wu, Onkel Bukari und Opa Felipe. Immer wieder aufs Neue versuchen die Kinder, die die Hauptrolle in dieser Erzählung spielen, ihre Familienmitglieder dazu zu bewegen, die geheimnisvollen Geschichten zu erzählen. Mit Hilfe von Gegenständen rekonstruiert
Marco Holmer gemeinsam mit dem Publikum diese Geschichten.
Eine phantasievolle Vorstellung, die besonders für Väter, Mütter Opas und Omas und alle anderen Familienmitglieder über 6 Jahren erdacht wurde.
Eintritt frei
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Geschichten von Nasreddin Hoca
Zeit: 16:00 Uhr - Ort: Stadtteilbücherei Plieningen
Erzähler: Mehmet Dalkili
Eintritt frei
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„Wohin schaut Gott?“
Märchen und Geschichten aus der jüdischen Überlieferung
Zeit: 18:0019:00, Ort: Schriftstellerhaus, Erzähler: Gidon Horowitz
Mit ihrer Weisheit, ihrem Humor und ihrer tiefen Menschlichkeit berühren die
Geschichten dieses Abends die Seele. Sie stammen aus den verschiedensten
Gegenden, in denen Juden gelebt haben und leben, aus Osteuropa, Israel, den
arabischen Ländern, dem Orient... Sie schildern oft bittere Not, Verfolgung
und Verzweiflung und dazu Klugheit, innige Frömmigkeit und Hoffnung auf Erlösung.
Eintritt frei
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Runder Tisch
„Erzählen von der Wiederentdeckung einer alten Kunst“
Zeit: 18:00, Ort: Stadtbücherei Wilhelmspalais, Mörikekabinett
Mit:
Prof. Johannes Merkel
(Professor für Vorschulerziehung mit dem Schwerpunkt Medien, Universität Bremen)
Dr. Mensah W. Tokponto, Erzähler, Märchenforscher und -sammler (Benin)
Peter O. Chotjewitz, Feuilletonist, Romancier und Hörspielautor (Stuttgart)
David Spaeth, Regisseur des Dokumentarfilms “Mankells Afrika:
The Storytelling Man, Auf der Suche nach Geschichten“ (Stuttgart)
Jusuf Naoum, Chloe Gabrielli und Alexander Kostinskij
(ErzählerInnen, die auch als Schriftsteller tätig sind)
· Regina Sommer, Frau Wolle, Martin Ellrodt, Odile Néri-Kaiser, Michaela Sauber (ErzählerInnen)
Moderation: Günter Guben, Schriftstellerhaus
Das Erzählen hat in allen Kulturen der Welt einen Anfang in der archaischen Form mündlicher Weitergabe. Schöpfungsmythen, Sagen und Märchen sind nur einige der Spuren alter Tradition. An diesem Runden Tisch diskutieren WissenschaftlerInnen, ErzählerInnen und SchriftstellerInnen über die Bedeutung des oralen Erzählens, nicht zuletzt auch unter sozialen Aspekten. Es wird herausgearbeitet, dass sowohl das geschriebene als auch das mündliche Erzählen parallel existieren und als Ergänzung zueinander betrachtet werden müssen.
Eintritt frei
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„Lange Nacht der Phantasie“
Erzählungen mit Musik
Zeit: ab 20:00 (open end), Ort: Stadtbücherei im Wilhelmspalais
ErzählerInnen: Agnes Chavanon, Mehmet Dalkilic, Martin Ellrodt, Jasna Held, Marco Holmer,
Gidon Horowitz, Tormenta Jobarteh, Alexander Kostinskij, Regina Sommer, Dr. Mensah W. Tokponto, Frau Wolle
Musik: Uwe Kühner (Percussion), Carsten Netz (Saxophon) und Jo Ambros (Gitarre)
Wenn von Baobabs oder Medresen, von Liebe zwischen zwei Jetlags, von magischen Teichen oder Biokost auf einem modernen Basar die Rede ist, treffen sich Geschichtenerzähler aus diversen Ländern und wechseln sich ab, um dem Faszinosum der menschlichen Stimme und dem sie heraufbeschwörenden Universum der Phantasie auf die Spur zu kommen.
Wer Sinn für Verzauberung hat und sich übers Gehör der unerschöpflichen Welt der Bilder und Schicksale hinzugeben bereit ist, wird sich der oftmals geradezu hypnotischen Wirkung freien, mündlichen Erzählens nicht entziehen können.
Untermalt und eingerahmt werden diese Geschichten durch die Musik von drei bekannten Jazz- und Improvisationskünstlern.
Eintritt 10 € / 7 €
Kartenreservierung unter Telefon 0711 216 5788
(Karten müssen ein 1/2 Stunde vor Beginn abgeholt werden)
„Orte erzählen uns Geschichten“
Erzähler sind in der Stadt
9:00 Uhr: Tagesstätte für Wohnungslose (Olgastraße 46)
Geschichten mit Marco Holmer / Gemeinsames
Frühstück in der Tagesstätte für Wohnungslose
10:00 Uhr: Markthalle Stuttgart (Dorotheenstraße 4)
„Gerüche, Geschmäcke und Gerüchte“
ErzählerInnen: Martin Ellrodt, Marco Holmer,
Mehmet Dalkilic, Regina Sommer, Jasna Held
11:00 Uhr: Innenhof des Alten Schlosses (Schillerplatz 6)
ErzählerInnen: Tormenta Jobarteh,
Regina Sommer, Martin Moffor, Martin Ellrodt
12:00 Uhr: Kunstmuseum Stuttgart (Kleiner Schlossplatz 13)
Martin Ellrodt erzählt aus „ Don Quijote“,
Odile Néri-Kaiser und Agnes Chavanon erzählen über
„Die nassen Dächer der Stadt“ (Deutsch und Französisch)
13:00 Uhr: Trattoria Vinum im Literaturhaus (Breitscheidstraße 4)
Tresenerzählen mit Regina Sommer, Alexander Kostinskij und Jusuf Naoum
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Erzählwanderung durch Kontinente und Kulturen für Familien mit Kindern ab 7 Jahren
Zeit: 15:0017:00, Ort: Linden-Museum
Die Ausstellungsräume des Linden-Museums bieten Märchen verschiedenster Kulturkreise eine schöne, authentische und bunte Kulisse. Die Märchen verleihen den ausgestellten Objekten Leben und Seele. So wird das Publikum von Erzähler zu Erzähler auf eine spannende Entdeckungsreise geführt und bekommt ein Gespür für die Vielfalt der Kulturen und zugleich für deren gemeinsamen menschlichen Kern.
Afrika Abteilung: Tormenta Jobarteh, Dr. Mensah W. Tokponto
Orient Abteilung: Mehmet Dalkilic, Reza Maschajechi
Nord-Amerika Abteilung: Regina Sommer
Indien Abteilung: Frau Wolle
Japan Abteilung: Barbara Scheel mit Kotospielerin
Kinderprogramm (4 bis 8 Jahren): Jusuf Naoum und Gidon Horowitz
Eintritt 5 € / 3 €
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„L’étrangère“ (Die Fremde)
Programm auf Französisch mit Erklärungen auf Deutsch
Zeit: 17:00, Ort: Literaturhaus
Erzählerinnen: AMAC Agnes Chavanon, Martine Caillat, Chloe Gabrielli
Eine Fremde wird vor Gericht angeklagt, die Zeugen erzählen verschiedene Geschichten und jede Geschichte erläutert einen besonderen Aspekt des „Fremdseins“ in der Gesellschaft. Denn nicht nur Ausländer können sich fremd fühlen, sondern alle, die der gesellschaftlichen Norm nicht entsprechen: ein Plädoyer gegen jede Form von Ausgrenzung. Die drei französischen Erzählerinnen erzählen hierzu Geschichten, Märchen und rappen.
Eine Veranstaltung auf Französisch, ohne simultane Übersetzung, zwischen den Geschichten geben SchülerInnnen Inhaltsangaben auf Deutsch, Texte zum Verständnis werden verteilt.
Eine Veranstaltung, die für junge Erwachsene besonders geeignet ist! Die Einfachheit der Erzählsprache, die klare narrative Struktur, die Kraft der Bilder, die Lebendigkeit von Gestik, Mimik und Intonation tragen dazu bei, dass die ZuhörerInnen den Geschichten fast „nachspüren“ können, sich von den Geschichten mitnehmen lassen und die Fremdsprache vergessen.
Eintritt 7 € / 5 €
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Zauberhafte Nacht mit Lichtern, Geschichten und Musik
Zeit: 19:00, Ort: Rosensteinpark / Staatliches Museum für Naturkunde Schloss Rosenstein
ErzählerInnen: Mehmet Dalkilic, Jasna Held, Marco Holmer, Gidon Horowitz, Alexander Kostinskij, Reza Maschajechi, Regina Sommer, Dr. Mensah W. Tokponto, Frau Wolle
Lichtaktion: Stefan Laug
Der Bezug zur Natur liegt den traditionellen Erzählungen aller Kulturen zu Grunde. Deshalb stehen an diesem Abend der Rosensteinpark und das Naturkundemuseum im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dieser romantische Ort, der Vergangenheit und Zukunft, Realität und Traum zu verbinden scheint, stellt eine natürliche und zugleich symbolische Kulisse für Geschichten dar. Die Natur wird zugleich Rahmen und Inhalt der Geschichten sein. Es wird an den Bäumen, im Garten und im Naturkundemuseum Schloss Rosenstein erzählt. Musik wird leise dazu gespielt, um Gehörtes weiterzutragen.
Auf dem Rasen vor dem Naturkundemuseum wird eine Lichtaktion des Stuttgarter Künstlers Stefan Laug (www.silent-light.de) stattfinden. Durch seine Natur- und Lichter-Performances, die er bereits erfolgreich auf den verschiedensten Erdteilen an außergewöhnlichen Plätzen und Orten durchführte, gelingt es ihm, die Schönheit der Natur in ihrer Kraft, Ursprünglichkeit und Einfachheit zu zeigen, sie zu zelebrieren.
Das Naturkundemuseum im Schloss Rosenstein ist während der Veranstaltung geöffnet. Zu sehen ist u. a. die Ausstellung „Die Farben der Natur“. Eine weitere farbige Überraschung an diesem Abend bieten die „Schrägen Vögel“ aus Leonberg!
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Museum statt.
Eintritt 6 € / 3 €
ErzählerInnen als Zeuge ihrer Zeit:
Geschichten und Geschichte im Haus der Geschichte
Zeit: 11:0013:00, Ort: Haus der Geschichte, Kiliansaal
Es berichten und erzählen:
Jasna Held aus Dubrovnik, Kroatien: Erzählen im Krieg
Dr. Mensah Wekenon Tokponto: Märchen als Brücke zwischen Benin und Deutschland
Odile Néri-Kaiser: MigrantInnengeschichten und Geschichten von deutschen und französischen Veteranen
Die Erzählerinnen von AMAC (Lyon) berichten von ihrer jahrelangen Tätigkeit in verschiedensten sozialen Projekten.
Moderation: Dr. Brigitte Furche, Leiterin des Europaprojektes „Märchen und Menschenrechte“
Das Haus der Geschichte ist ein Ort, an dem auch „kleine Geschichten“ zu Hause sind.
Erzählerinnen und Erzähler sind nicht nur Vermittler der Tradition,
sondern auch Zeuge ihrer Zeit und Träumer für Morgen.
Musik:
Indira (Fauzia Maria Beg Gesang, Frank Kroll Bassklarinette,
Sopransaxophon und Uwe Kühner Perkussion)
Eintritt 3 € / 2 €
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Abschlussveranstaltung des Erzählfestivals
Zeit: 14:00, Ort: Haus der Geschichte, Eingangshalle
u. a. mit: Mehmet Dalkilic, Martin Ellrodt, Gidon Horowitz, Tormenta Jobarteh, Alexander Kostinskij, Regina Sommer, Dr. Mensah W. Tokponto, Frau Wolle
In der schönen Eingangshalle des Hauses der Geschichte, die das Erzählfestival im Rahmen der Geschichte symbolisch verankert, werden ein paar überraschende Geschichten erzählt. Anschließend verabschieden sich alle ErzählerInnen und Erzähler gemeinsam, natürlich fröhlich spielerisch erzählend ...!
Musik:
Indira (Fauzia Maria Beg Gesang, Frank Kroll Bassklarinette,
Sopransaxophon und Uwe Kühner Perkussion)
Eintritt 3 € / 2 €
Auftritte in Schulen
Alle am Festival beteiligten Erzähler werden am Donnerstag und am Freitagvormittag in Kindertagesstätten und Schulen mit dem Förderschwerpunkt Integration und Zweisprachigkeit auftreten.
Im Rahmen des Internationalen Erzählfestivals „Im Fluss der Worte“ werden die Erzählerinnen und Erzähler am Donnerstag- und Freitagvormittag in Kindertagesstätten, Stuttgarter Schulen und dem Fröbelseminar auftreten.
Das Jugendamt der Stadt Stuttgart hat dabei in Kooperation mit dem Kulturamt und dem Forum der Kulturen Einrichtungen der Kinderbetreuung vorgeschlagen, die sich in besonderer Weise der Integration von Migrantenkindern unter dem Gesichtspunkt der Sprachförderung widmen. Dabei wird das Erlernen der Muttersprache in der gleichen Weise unterstützt, wie das Erlernen der Sprache des Gastlandes. Dass dies durchaus lustvoll, spannend und spielerisch geschehen kann, das werden die Erzählerinnen und Erzähler mit den Kindern erleben.
Bei den Schulen wurden vor allem die Haupt-, Realschulen und die Gymnasien, aber auch das Fröbel-Seminar als Ausbildungsort für Sozialpädgoginnen und pädagogen angesprochen. Hier wurde der Einsatz der Erzählerinnen und Erzähler den Wünschen der Schulen angepaßt. Ziel dieser Kooperation ist, die Sprachkompetenz der Kinder zu stärken, ihnen das Bewußtsein zu vermitteln, dass Geschichten nicht nur in Büchern und Filmen zu finden sind, sondern auch in ihnen selbst.
Ein Highlight der besonderen Art wird im Fröbel-Seminar geboten. Am Donnerstagvormittag werden dort Jasna Held und Frau Wolle mit einem themenbezogenen Erzählauftritt den Unterricht gestalten. Jasna Held, die den Krieg auf dem Balkan miterlebte und inmitten von Chaos und Verwüstung anfing, den Kindern in Schutzbunkern Geschichten gegen die Angst zu erzählen, wird zusammen mit Frau Wolle als Übersetzerin ihre Erzählungen zum Frieden vortragen.