Mittwoch, 27. Juni, 17:30–22:00 Uhr

17:30 Uhr:

Enkh Jargal Trio (Creole-Preisträger Baden-Württemberg)
Mongolischer Vorreiter, kurdische Saz und globale Percussion

„Epi“ Enkhjargal Dandarvaanchig, der in einem kleinen mongolischen Dorf nahe der russischen Grenze geboren wurde und am Konservatorium von Ulaanbaator studierte, spielt lyrische, balladeske Stücke mit weitem Bogenschwung, ist aber auch ein Meister der schnellen Rhythmen, mit denen die Geige das Galoppieren der Pferde nachzeichnet. Ebenso überzeugt er als leidenschaftlicher Tenor und Kehlkopfsänger. „Epi“ erzählt vom traditionellen Nomadenleben, von Liebesgeschichten auf der Seidenstraße oder von den Taten des Dschingis Khan. Überdies reizt es ihn auch, sein mongolisches Erbe in die heutige Zeit zu übertragen:
In seinem Trio vereint er Meister aus verschiedenen Ländern, die aus ihrem jeweiligen persönlichen Stil eine neue klangliche Einheit kreieren. Sowohl beim Initiator des Projekts als auch beim kurdischen Saz-Spieler Dost Matur und dem deutschen Perkussionisten Christian Auer, dessen Trommelsprache stark von Südindien und Japan geprägt ist, wird spürbar, dass Musik über die gesprochene Sprache hinaus Kommunikation aus dem Herzen ist. zurück | nach oben

20:00 Uhr:

Hakim (Kairo)
„The Lion of Egypt“ – Der Star des Oriental Pop

In Ägypten schon seit mehr als zwanzig Jahren im Popgeschäft, gilt er inzwischen im gesamten arabischsprachigen Raum als Superstar. Weltweit hat er schon mehr als 6 Millionen Alben verkauft. Seine Landsleute nennen ihn respektvoll den "Löwen von Ägypten". Doch geht von dem Sänger weniger Gefahr aus als vielmehr eine zärtliche Kraft, mit der er die traditionelle Musik ins Hier und Jetzt befördert. Hakim hat den ägyptischen Sha’bi-Stil an die Schnittmuster des globalen Pop angepasst, er verbindet traditionelle Melodien mit urbanen dance beats. Schon in seiner mit 14 Jahren gegründeten ersten eigenen Band waren neben den traditionellen Instrumenten Tabla, Daf und Akkordeon auch Keyboard und Schlagzeug zu hören. Dass der Popularitätsradius des Tanzbodenfegers mittlerweile weit über seinen Heimatkontinent hinausreicht, verdeutlichen etwa die Remixes seiner Stücke von Transglobal Underground. Ende der 1990er folgten ein in den USA aufgenommenes Live-Album sowie der schließlich ergatterte Grammy.
Seit 1983 wurde ein Erfolgsalbum nach dem anderen produziert und Hakim mit dem in der afrikanischen Musikwelt wohl wichtigsten Preis, dem Kora Award ausgezeichnet (2000). So bekannt er auch in der arabischen Welt ist, so war er bisher selten in Europa zu hören. Eine der raren Gelegenheiten, ihn mit seiner 18-köpfigen Band zu hören, bietet sich nun in Stuttgart, der Partnerstadt von Kairo. www.hakim-online.com
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