Samstag, 30. Juni, 16:30–22:30 Uhr

16:30 Uhr:

Célia Mara (Brasilien/Wien)
„Bastardista“ – Transglobal Brazil Power

Célia Mara zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen brasilianischer Kultur in Europa. Sie beeindruckt als grandiose Frontlady: sie ist eine starke Bandleaderin, schenkt dem Publikum ihre Seele, tanzt, groovt, unterhält ... Bastardista, ihr drittes Album, landete vom Start weg in den Top 10 der Europäischen World Music Charts und erhielt europaweit, in den USA wie auch in Russland sensationelle Kritiken. 2006 wurde sie mit dem Preis des brasilianischen Kulturministeriums ausgezeichnet und auf wichtige, internationale Festivals eingeladen. Célia Maras expressive und sinnlich schwarze Latin-Stimme, die eklektische und trotzdem typisch brasilianische Mischung ließen Bastardista zu einer neuen Vision brasilianischer Diasporamusik werden. Ihre Musik spannt einen akustisch-elektronischen Bogen zwischen Samba, Tango, Afoxé, Maracuta, Bossa Nova, Forro, Balladen, Reggae, Funk ... Einerseits „typisch brasilianisch“ swingend, sonnig und easy going, andererseits mit einer Portion elektronischer Wiener Melancholie gewürzt, führt sie in die Welt der Clubs und des urbanen Undergrounds ebenso wie auf die großen, glamourösen Bühnen. Gesungen wird auf Portugiesisch, Englisch und Französisch.
Mit ihrer brilliant besetzten vierköpfigen Band ist musikalischer Hörgenuss garantiert – Brasilien für Musikgourmets! www.celia-mara.net
zurück | nach oben

18:30 Uhr:

Magou & Dakar Transit (Senegal)
Die neue große Stimme Senegals

In Senegal gilt – zumindest bezogen auf die stimmlichen Qualitäten eines Sängers: Je höher je besser. Youssou N’Dour, Ismaël Lô oder Ousmane Touré genießen nicht zuletzt wegen ihres Falsetts Starstatus. Magou von der vorgelagerten Insel N’Gor schwimmt deutlich gegen den Strom seiner Landsmänner. Mit ruppiger Sandpapierstimme frontet der 30-jährige die Arrangements seiner fünfköpfigen Band Dakar Transit. Die Durchgangsstationen afro-kubanische Musik, Rap, Reggae und Soul haben ihn geschult, bis er nun bei seiner eigenen neuen traditionellen Musik angekommen ist.

In tiefempfundenen Balladen, groovigen Casamance- und Mbalax-Nummern, mit Texten über die Sklaverei, die Zerbrechlichkeit der Erde und die eigentümlichen Wege der Liebe durchbricht er machtvoll das Diktat von der hohen Stimme der Sahel-Musik. Salsa-Akzente und virtuose Koraklänge bereichern das Meisterwerk des lyrischen Afro-Pops. "Er ist ein Star, ein Superstar, er weiß es nur noch nicht", schwärmt der brasilianische Bassist Antonio Porto von dem Sänger und Perkussionisten.

(Ein Konzert im Rahmen der Reihe Vues d’Afrique des Institut Français) zurück | nach oben

20:30 Uhr:

Karamelo Santo (Argentinien)
Cumbia, Latino, Ska & Rock

Das heilige Bonbon – so die deutsche Übersetzung des spanischen Idioms – stammt aus Argentinien. Mit ihrem zündenden Gemisch aus Ska, Cumbia, Chamamamé, Salsa, Mambo, Mariachi, Reggae, Rock und Punk haben sie schon auf etlichen Deutschlandtourneen auch ein hiesiges Publikum weit über die Mestizo-Fanzirkel hinaus begeistert. 2000 eröffneten sie für Manu Chao dessen argentinische Konzerte und 2002 waren sie bei Europatourneen im Vorprogramm von Metallica, Jamiroquai und Coldplay. Dieses Jahr gibt es ein mit Spannung erwartetes neues Album: Packender Ska-Rock mit schneidenden Bläsern umtobt den Gehörgang, Lucas Villafañes burleskes Akkordeon paart sich mit pustender Posaune, schöne Latinrock-Refrains wechseln unversehens zur Rap-Schattierung.

Ein Reggae-Interludium mit scheppernder Orgel und dubbigem Tieftöner flicht nachdenkliche Töne ein, dazwischen wird es fast volksliedhaft mit einem Salsa-Groove in Reinform. Ein wenig Polka à la Mexicana ist auch im Programm.

Diesem Bonbon gelingt alles und es klebt nicht – so könnte man eine Lobeshymne auf die zehnköpfigen Boca-Boys beginnen – die Reise von Rio de la Plata-Rock über Ska, Cumbia, Tex-Mex bis zu Salsa bewegt die Beine und trifft ins Herz.

zurück | nach oben