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6. bis 11. Oktober 2006 in Stuttgart
Eigenproduktion: Flaschenpost aus Deutschland
Flaschenpost aus Deutschland
Ein Stück zur deutschen Vielfalt am Tag der deutschen Einheit

Mascha sammelt gute Nachrichten aus Deutschland, steckt sie in Flaschen und schickt sie in die Welt. Ein junger russischer Autor schreibt sperrige Geschichten, die keiner lesen will und kritisiert, wen er nicht kritisieren sollte. Eigentlich will er nach Amerika und träumt von einer Karriere in Hollywood. Zwei entzückende thailändische Tänzerinnen sind entzückt von deutscher Liebenswürdigkeit. Eine Liebesgeschichte muss erzählt werden, finden vier Frauen. Wer bitte interessiert sich für den Kampf der Kulturen und das, was Kulturpessimisten für "die Wahrheit" halten? In einem Stück muss unbedingt Liebe vorkommen. Und sie kommt vor. Natürlich.
Mit Flaschenpost aus Deutschland hat ein außergewöhnliches interkulturelles Theaterprojekt am 3. Oktober im Theaterhaus Stuttgart Premiere. Der "Tag der deutschen Einheit" verwandelt sich auf der Bühne zu einem "Tag der deutschen Vielfalt" . 17 Spieler und Spielerinnen aus neun verschiedenen Herkunftsländern zeigen Amüsantes, Berührendes, Widersprüchliches, Verstörendes und Erhellendes einer interkulturellen Realität, einer deutschen Realität.
Die Akteure, teils theatererfahren, teils erstmals auf einer Bühne stehend, arbeiten seit Anfang des Jahres an diesem Stück. Sie alle brachten ihre Erlebnisse und Beobachtungen als "fremde Einheimische" oder "heimische Fremde" im Einwanderungsland Deutschland mit ein. Ihre oft ganz persönlichen Berichte bildeten den Ausgangspunkt für dieses Stück deutsche Vielfalt, geschrieben von Milenko Goranovic, Dramaturg am Theaterhaus Stuttgart, und inszeniert von Wilfried Alt, vielen bekannt durch seine Produktion Die Russen kommen! Ein Casting für Deutschland.
Regie: Wilfried Alt
Bühne und Kostüme: Christine Brunner
Theaterpädagogik: Anke Marx Video: Simone Heineck
Technik: Tobias Metzger
Mit: Barbara Gaisbauer, Boonthariga Rügner, Bost Svoboda, Daniela Sima, Eduard Badasyan, Eleni Tegonikou, Labi Meemongkol, Luisa Meyer-Voi, Mariangela Toso, Marie Yema, Salvatore Voi, Senem Altuntas, Shadi Nikoukhessal, Alexej Hänsch, Ismail Yavuzkurt, Erkan Karakaplan, Korkmaz Arslan, Uwe Kaiser.
Realisiert wurde die Produktion vom Forum der Kulturen Stuttgart e. V. (Dachverband der Migrantenkulturvereine und interkulturellen Einrichtungen der Region Stuttgart) mit Unterstützung des Programms entimon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Landesstiftung Baden-Württemberg, des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart, des Schauspiels des Staatstheaters Stuttgart und dem Jugendhaus Mitte.
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