Forum der Kulturen
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Der entwicklungspolitische Schwerpunkt des Forums der Kulturen

Das Forum der Kulturen Stuttgart e. V., ein gemeinnütziger eingetragener Verein, ist seit über 12 Jahren Dachverband der Migrantenvereine in der Region Stuttgart. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Förderung und Qualifizierung der Migrantenvereine. Seit 2006 existiert beim Forum der Kulturen der Schwerpunkt „Migration und Entwicklungspolitik“, innerhalb dessen Migrantenvereine, die entwicklungspolitisch engagiert sind, beraten, qualifiziert und vernetzt werden. Ziel ist es, sowohl ihr Engagement im Süden als auch ihre Multiplikatorenfunktion im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu stärken.

Im Februar 2009 führte das Forum der Kulturen im Stuttgarter Rathaus – als vierte thematische Veranstaltung der Stuttgarter „Partnerschaft Eine Welt“ – die zweitägige Fachtagung „Migration, Diaspora und Entwicklungszusammenarbeit“ durch und fand großen Anklang bei den Teilnehmern und in der Fachöffentlichkeit. Aufbauend darauf fand im April 2010 die Fachtagung  „Migrantinnen und Migranten als Akteure und Partner in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“ statt, die die Erfolge der ersten Fachtagung und die dort gewonnenen Erfahrungen untermauerte. In Anknüpfung an diese beiden Tagungen soll am 9. und 10. Dezember 2011 – als weitere thematische Veranstaltung der Stuttgarter „Partnerschaft Eine Welt“ – ebenfalls im Stuttgarter Rathaus eine Tagung zum Thema „Stuttgarter Migrantinnen und Migranten als Akteure und Partner der Menschenrechtsarbeit“ stattfinden. Diese Fachtagung soll die Arbeit von Migrantenvereinen, die auf dem Gebiet der Menschenrechtsarbeit und der Entwicklungspolitik engagiert sind, stärken und qualifizieren sowie diese mit anderen, auf diesem Gebiet aktiven Institutionen und Akteuren vernetzen.

Migranten(organisationen) und Menschenrechtsarbeit

Stuttgart ist Heimat von Menschen aus über 170 Nationen. Ein beachtlicher Anteil dieser Menschen kommt aus Entwicklungs-,Transformations- oder Schwellenländern. In vielen dieser Länder ist die Menschenrechtslage besorgniserregend, was wiederum für die Entwicklung dieser Länder ein deutliches Hemmnis darstellt. Einige Migranten haben Menschenrechtsverletzungen am eigenen Leibe erleben müssen oder waren Zeuge von Folter und Misshandlungen. Ihre Auswanderung steht oft in einem direkten Zusammenhang mit diesen Erfahrungen. Sie werden somit zu Experten und zum potenziellen Motor im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, weshalb ihre Einbindung in die Menschenrechtsarbeit auch von großer Bedeutung ist. Viele dieser Menschen setzen sich hier, in ihrer neuen Heimat Stuttgart, bereits für eine Verbesserung der Menschenrechtslage sowie der Lebensbedingungen in ihren Herkunftsländern ein. Sie halten hierzu Vorträge und Workshops in verschiedenen Einrichtungen und bringen somit der Bevölkerung in Deutschland realistisch die Situation ihres Landes nahe.

Doch bislang haben nur wenige Akteure der Menschenrechtsarbeit und nur wenige Bildungsträger ausreichend Kenntnis von bzw. Erfahrungen mit Migrant/innen als Experten bzw. Trägern der Menschenrechtsarbeit. Aber auch die entwicklungspolitisch tätigen Migranten(-organisationen) verfügen nur in geringem Umfang über Kontakte zu diesen Trägerorganisationen, vielen fehlt auch die notwendige Erfahrung bezüglich einer effizienten Menschenrechtsarbeit, sowie ein Überblick über entsprechende Fördermöglichkeiten.

Ziele und Ablauf der Tagung

Mit der Tagung  soll am 09. und 10. Dezember („Tag der Menschenrechte“) der Frage nachgegangen werden, wie MigrantInnen und Migrantenvereine die Menschenrechtsarbeit in Deutschland und im Herkunftsland stärker unterstützen können.

Die zweitägig konzipierte Veranstaltung soll deshalb

  • die enge Verzahnung von Entwicklungspolitik, Migration und Menschenrechte deutlich machen und hieraus Handlungsfelder definieren.
  • die Potenziale von Migrantinnen und Migranten als Experten, Akteure, Träger und Multiplikatoren der Menschenrechtsarbeit sichtbar machen und deren bessere Wahrnehmung bei etablierten Akteuren der Menschenrechtsarbeit fördern.
  • das gegenseitige Kennenlernen von Migranten(-organi­sationen) und etablierten Akteuren der Menschenrechts­arbeit ermöglichen und entsprechende Kooperationen fördern.
  • die Migranten(organisationen) bezüglich einer verbesserten Außenwirkung und einer stärkeren Förderung ihrer Menschenrechtsarbeit unterstützen.

Am ersten Tag (Freitag, 17:00 -21:00 Uhr) stehen die Potenziale der Migranten(-organisationen) im Mittelpunkt. Diese sollen dargestellt, hinterfragt und diskutiert werden, u. a. mit wissenschaftlichen Vorträgen, Berichten von Migrant/innen, einer szenischen Lesung und einer Podiumsdiskussion (u. a. mit migrantischen Akteuren und Organisationen der Menschenrechtsarbeit).

Der zweite Tag (Samstag, 10:00-15:00 Uhr) wird mit geladenen Teilnehmern (entwicklungspolitisch aktive Migrantenvereinen und Träger der Menschenrechts- und Bildungsarbeit) stattfinden und dem näheren Kennenlernen und dem intensiven Austausch der verschiedenen Akteure dienen. Es sollen die Arbeitsbereiche verschiedener „traditioneller“, auf dem Gebiet der Menschenrechtsarbeit und der entwicklungspolitischen Bildung tätigen Organisationen, sowie Fördermöglichkeiten auf diesem Gebiet vorgestellt werden. Neben einer besseren Vernetzung dient dieser Tag aber auch unmittelbar der Qualifizierung und dem Empowerment der Migranten(-organisationen).

Sowohl am ersten als auch am zweiten Tag der Fachtagung haben die teilnehmenden Organisationen die Gelegenheit, sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“ zu präsentieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an bei:

Forum der Kulturen Stuttgart e.V.
Marktplatz 4
70173 Stuttgart
Tel. 0711/248 480 80
info@forum-der-kulturen.de

Ältere Veranstaltungen finden Sie in unserem Archiv.

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