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Arbeitskreis Migrant/innen und Entwicklungszusammenarbeit

Der Arbeitskreis besteht aus entwicklungspolitisch aktiven und am Thema interessierten Migranten (-Vereinen) aus der Region Stuttgart und trifft sich alle zwei Monate.

In dem Arbeitskreis werden mit Hilfe von sachkundigen ReferentInnen regelmäßig aktuelle entwicklungspolitische Themen behandelt.

Der Arbeitskreis bietet auch Raum für allgemeinen Erfahrungsaustausch und entwicklungspolitische Diskussionen.


Di. 31.05.2011, 19:00 Uhr

Der Boden ist fruchtbar, das Land ist reich am Rohstoff und trotzdem hungern wir

Durch Landraub geraten viele Menschen vor allem Bauern der Entwicklungs- und Schwellenländer in eine gesellschaftliche Notlage.

Multinationale Konzerne kaufen oder pachten mehrere Hektar fruchtbaren Boden für die Industrieländer.  Auch der Fischerei Bereich wird in Mitleidenschaft gezogen. Profiteure sind nicht nur die Konzerne, sondern auch korrupte Regierungen der jeweiligen Länder, die ihre eigene Bevölkerung unter massiven Menschenrechtverletzungen Ländereien enteignet und sie vertreibt. Die Rechte der Besitzer werden so abgeschnitten, dass diese nicht nur ohne Entschädigung ihr Hab und Gut verlieren, sondern auch um ihre Leben fürchten und zu Binnenflüchtlingen werden bzw. ins Exil gehen müssen. Obwohl die Entwicklungszusammenarbeit auf good governance setzt, sind viele Länder von diesem Ziel weit entfernt.

In diesem Arbeitskreis werden auch  Erfahrungsberichte aus Afrika, Lateinamerika und Asien  gegeben und Lösungsansätze diskutiert, unter anderem mögliche Handlungsfelder der Migrantenvereine um diese Missstände publik zu machen bzw.  entgegenzuwirken.

Referent/innen u.a. :

Dr. Mariame Racine Sow
Gender Expertin,  Studium der Wirtschaftswissenschaft in Dakar und der Soziologie an der Universität Frankfurt/M, ehemalige Geschäftsführerin des FORWARD-Germanny-Foundation for Women`s Health and Development) in Dakar

Gabriel Raimundo Kienzel
Soziolinguist, Brasilien, derzeit Studium der Computerlinguistik an der Universität Heidelberg


Dienstag, 27.07.10, 19:00 Uhr

Friedens- und Versöhnungskulturen

Referent:

Nach dem Ende des Kalten Krieges entstanden in allen Regionen der Welt bewaffnete Konflikte, die meisten davon wurden innerhalb der nationalen Grenzen ausgetragen mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung und die Entwicklung des Landes. Nach Abflauen der Konflikte versuchen sowohl nationale als auch internationale Initiativen ein Leben ohne Gewalt zu ermöglichen. Um Gewalt zu überwinden, benötigt man einen Denkrahmen, der die Ursachen der Gewalt erkennen und an Überwindungsstrategien basteln lässt. Welchen Beitrag können Diasporagemeinschaft  und Migrantenvereine für die Versöhnung leisten? In diesem Seminar wollen wir anhand von konkreten Beispielen Friedens- und Versöhnungsstrategien anschauen und gemeinsam diskutieren.

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Dienstag, 18.05.10, 19:00 Uhr

Korruption als Hindernis für die Entwicklung der Länder des Südens

Referent:

Die Korruption befällt viele Bereiche des Zusammenlebens und der Befriedigung der Grundbedürfnisse, wie z. B. Schulbildung, Nahrungsbeschaffung und Gerichtsbarkeit, aber auch Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. Sie stellt sich somit als ein großes Problem dar, nicht nur in den Entwicklungsländern. Im Seminar wollen wir über die Auswirkungen der Korruption reflektieren und über mögliche Lösungsansätze wie Good-Governance diskutieren.

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Dienstag, 02.02.10, 19:00 Uhr

Kampagne-und Pressearbeit für entwicklungspolitische Veranstaltungen
Wie bringe ich meine Botschaft an die Öffentlichkeit?

Referentin: Anne Jung, Medico International

Pressearbeit spielt eine wichtige Rolle für die öffentliche Wahrnehmung von Vereinen. Veranstaltungen wie Informationsabende zum Thema Krise, Hungerkatastrophen, politischen Krisen oder Menschenrechtsverletzungen in einem bestimmten Land erreichen durch die professionelle Ankündigung in den Medien ein größeres Publikum.
Auch Kampagnen werden in der Öffentlichkeit und von den Medien besser wahrgenommen, wenn sie systematisch vorbereitet werden.
Um erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit machen zu können,  bedarf es des richtigen Know-hows. Ein professionelles Auftreten erleichtert den Kontakt zu potenziellen Spendern und Unterstützern.
Mit dem Seminar wollen wir lernen, wie Öffentlichkeitsarbeit effektiv gestaltet werden kann. Dazu wird es auch praktische Übungen geben.

Referentin Anne Jung, ist bei  medico international im Bereich Kampagnen (Themenschwerpunkte Landminen und Konfliktressourcen) und allgemeine Öffentlichkeit tätig und hat in dem Zusammenhang einige Reisen ins Südliche Afrika unternommen.

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Dienstag, 08.12.09, 19:00 Uhr

Wir sind viele und wir sind verschieden! Menschen mit Mirgationshintergrund in Deutschland – Ihre Lebenswelten und Ihre Potenziale für Integration und Entwicklung!!!! 

Referentin: Ana María Jurisch , Interkulturelle Moderation, Publizistik, Training

Das Thema Migrationshintergrund als  Potenzial für Integration und Entwicklung gewinnt an politischer Bedeutung.
Sowohl die lediglich an Defiziten orientierte Sozialpolitik als auch die Nischenpolitik der vergangenen Jahrzehnte führten dazu, dass lange Zeit Potentiale der Menschen mit Migrationshintergrund unerkannt und ungenutzt blieben .
Zwar wurde die Gruppe als Brückenbauer zwischen den Kulturen anerkannt, aber im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit war/ist sie eine ignorierte Größe.
Dabei ist der Beitrag dieser Menschen zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer enorm, z.B. durch Rücküberweisungen, entwicklungspolitisches Engagement, durch direkte Investitionen oder durch die Rückkehr von hochqualifizierten Fachkräften, die ihr Wissen und ihre Initiativkraft vor Ort einsetzen.
Integration und Entwicklung führt zu win-win Situation für alle Beteiligten.
Was ist aber ein gute Integration, und wie kann man die Potenziale der Menschen mit Migrationshintergrund sichtbar machen? Welche Potenziale sind das eigentlich und wie können diese mobilisiert werden? Wie können sich Menschen mit Migrationshintergrund aktiv für Integration und Entwicklung einsetzen?
Diese und andere Fragen wollen wir mit Ana María Jurisch, Interkulturelle Moderatorin, Publizistin und Trainerin diskutieren.

Ana María Jurisch ist in Argentinien aufgewachsen und zum Studium nach Deutschland gekommen. Sie ist Soziologin und arbeitet als Freiberuflerin in den Bereichen Entwicklungspolitik und Migration.


Dienstag, 10.11.09, 19:00 Uhr
Ressourcen als Ursache für militante Konflikte

Referentin: Anne Jung, Medico International

Das Ende des Kalten Krieges brachte nicht den erwarteten Weltfrieden.  In allen Regionen der Welt entstehen bewaffnete Konflikte.
Die meisten Konflikte werden innerhalb der nationalen Grenzen ausgetragen mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung und die Entwicklung des Landes.
Auch die internationale Gemeinschaft wird in Mitleidenschaft gezogen.
So gibt es Kriege mit der Beteiligung anderer Länder, die im Namen der Sicherheit und Gerechtigkeit geführt werden,  andere Kriege werden wiederum im Namen der Religionen durchgeführt.
Verlierer ist immer die Zivilbevölkerung, die nicht nur Tote zu beklagen hat, sondern auch den Verlust von Hab und Gut. Die Gesellschaft ist von einem Klima der Gewalt geprägt, das über Generationen weitergetragen wird.
Viele bewaffnete Konflikte haben einen wirtschaftlichen Hintergrund, begleitet von sozialen und politischen Elementen.
Mit dem Verkauf von Rohstoffen wie Diamanten, Erdöl, oder Coltahn wird die Lieferung von Waffen und die Macht von kleinen Gruppen garantiert.
In diesem Seminar wollen wir uns mit den Ursachen von Konflikten und möglichen Lösungsansätzen auseinandersetzen, wie z.B. die Kontrolle von Kleinwaffen.
Referentin Anne Jung, ist bei  Medico International tätig und hat in vielen Konfliktgebieten gearbeitet.

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Dienstag, 22.09.09, 19:00 Uhr

Die Auswirkungen der Weltmarktpreise auf die Bauern: Länderbeispiel Uganda und die Kaffeeproduktion

Referentin: Freda Marful, Verein CLEAN-Africa e.V.

Ort: Geschäftsstelle des Forums der Kulturen, Marktplatz 4,
Stuttgart-Mitte, 3. Stock (Eingang Schulstraße, bei Juwelier Schumacher)

Keine Teilnehmergebühr!

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Kontakt und Anmeldung:

Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Marktplatz 4, 70173 Stuttgart
Paulino Miguel
Mo bis Mi 10–16 Uhr
Tel. 0711/248 48 08-18
Fax 0711/248 48 08-88
E-Mail: paulino.miguele@forum-der-kulturen.de

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