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2. Internationales Erzählfestival
10. bis 12. Oktober 2008 in Stuttgart
Erzählerinnen und Erzähler
Odile Néri-Kaiser
(Künstlerische Beratung des Festivals) |
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Odile Néri-Kaiser wandert von Frankreich nach Deutschland durch die Landschaften der Erzähltradition ihrer beiden Länder. Sie liebt es, auf ihren Wegen dem uralten, unsterblichen Geschichtenschatz Märchen, Sagen, mythologischen Erzählungen - zu begegnen, ihnen die Stimme des gegenwärtigen Augenblickes zu verleihen.
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Dabei macht sie sich auf die Suche nach der Sprache „hinter der Sprache“ der Sprache der inneren Bilder, jener Symbolsprache, die alle Menschen der Welt, ob jung oder alt, reich oder arm erreichen kann. Es ist die Sprache des Herzens, die keine Grenzen kennt, und von Mensch zu Mensch von deren Größe aber auch Kleinheit erzählt. Erzählen entsteht aus der Nähe und bringt Nähe: unterwegs hört die leise Erzählerin vielen Menschen zu, und wird gerne zur Vermittlerin ihrer Geschichten. Sie geht dabei auf dem unsichtbaren Pfad der Fantasie: Sei es in den dunklen Wäldern der Märchen oder unter dem Staub des Alltäglichen und des Banalen, wo überall Wunder versteckt sind, die sie in neuen Geschichten herzaubert.
Am liebsten spannt sie Brücken zwischen verschiedenen Ebenen, erobert neue Gegenden, in denen universale kollektive Themen und individuelle Schicksale, Mythen und Profanes ineinander verwoben sind.
Uwe Kühner, Frédéric Sommer und Ulrich Schlumberger wandern manchmal musikalisch mit ihr mit: Musik wird dabei zum Teil der Geschichte, gibt Rhythmus, erzählt, bereichert und verlängert die Bilder der Sprache.
Und wenn sie nicht zuhört, erzählt… oder schreibt, oder gerade in der Lehrerfortbildung unterrichtet, dann ist sie dabei, neue Erzählprojekte zu spinnen und zu weben, in Frankreich wie in Deutschland.
Initiierung und künstlerische Leitung des ersten und des zweiten Internationalen Erzählfestivals „Im Fluss der Worte“ in Stuttgart
Projekt Zephier „die Welt über ihre Märchen entdecken“
Schulprojekte in Frankreich und in Deutschland.
- „Französisch über Märchen und Geschichten lernen“
- „Deutsch als Fremdsprache ganzheitlich erleben und praktizieren“ von der Region Rhône-Alpes im Rahmen der Initiative „Demain en main” prämiert
- Projekt Kunst-Stück: „die Türen zur Kreativität öffnen“. Ausbildung von erzählenden Kindern, gefördert von der Boschstiftung.
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| Charles Aceval |
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Geboren in den 1950er Jahren in den algerischen Hochebenen, an der Schnittstelle des Nordens und Südens, wo die Nomadenstämme im Frühjahr ihre Zelte aufschlagen und sich die städtische Kultur der Sesshaften mit den Traditionen der Beduinen vermischt, wuchs Charles Aceval in beiden Welten zugleich auf: in den Traditionen und Überlieferungen der maghrebinischen Nomaden und in der organisierten Welt der französischen Kolonialisten.
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Seine Kindheit war eine Welt der Märchen und der Magie, er lebte mit den Geschichten seines Stammes, wie er sie von seiner Großmutter und Mutter erzählt bekam, in einer Welt, in der das Wunderbare bereits hinter dem nächsten Hügel wohnte und die Welt der menschenfressenden Oger und sprechenden Tiere nie weit weg von der Welt der Menschen schien. Charles Aceval hat Märchen und Weisheitsgeschichten seiner nordafrikanischen Heimat Algerien, aus Frankreich sowie aus dem reichen Fundus der Märchen aus 1001 Nacht im Programm. Er erzählt auf Deutsch, Arabisch und Französisch.
www.aceval.net
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Schon über ein Vierteljahrhundert ist der in Frankreich lebende Sam Cannarozzi Geschichtenerzähler. Mit einem Diplom in modernen Sprachen und Linguistik sowie einer Tanz- und Theaterausbildung kam er beim Welterzählfestival in Frankreich mit anderen Geschichtenerzählern in Kontakt, die ihn inspirierten. Er begann, eigene Geschichten zu kreieren, die Gestik, Mimik und Objekte mit einbezog, aber aus einer oralen Tradition stammten.
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Mit ihnen im Gepäck bereiste er ganz Frankreich und über ein Dutzend europäischer Länder sowohl Westafrika für die nächsten 20 Jahre. Was alle seine Auftritte verbindet, ist die Sensibilität gegenüber den verschiedensten Kulturen und einen sehr sensorischen Zugang zu seinen Geschichten man findet Geschmäcke, Gerüche, fremde Sprachen, Bilder, Objekte, Stoffe, Gesten, Farben, Geräusche und Musik, die er dem Publikum, angefangen bei den ganz Kleinen, darbietet.
www.samcannarozzi.com
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Der 1946 in Marokko geborene jüdische Sänger und Erzähler widmet sich den heiligen Texten der Bibel. Er übersetzt sie neu, dichtet, besingt sie, wobei er sich selbst auf der Laute begleitet. Mit seiner Kunst, bei der die Erzählung zur Dichtung, die Dichtung zum Lied und die Stimme zur Musik wird, möchte er uns von der Kraft der ursprünglichen mündlichen Überlieferung überzeugen, die wie die kostbarsten Schätze der menschlichen Erfahrung von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Jean David ist nicht nur auf vielen französischen Bühnen in Paris wie in der Provinz aufgetreten, sondern er gastierte auch auf den größten Bühnen der Welt - unter anderem beim Festival der sakralen Musik in Fes.
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Er spielte für France Musique, France Culture, Radio France International und für das Fernsehen. Jean David zieht seit vierzig Jahren mit seiner Laute, seinen Liedern, Gedichten und Erzählungen durch die Welt. Mit seiner vielfältigen Erfahrung findet er seinen Weg zu jedem Publikum - dem Publikum am Kamin, auf der Straße oder im Nationaltheater und begeistert kleine wie große Zuhörer.
Ihm ist klar geworden, dass jenseits aller Genres, jenseits des Talents, der Künstler auch seine innere Qualität als Mensch offenbart - darin liegt das Geheimnis seiner besonderen Beziehung zu den Zuhörern.
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| Arnica Esterl |
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Arnica Esterl wurde 1933 in Den Haag/Holland geboren. Sie studierte Germanistik in Amsterdam und Tübingen und lebt seit 1963 in Stuttgart. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder. Seit 1976 ist sie mit Märchen unterwegs, seit 1978 Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft. Sie gründete 1989 den Stuttgarter Märchenkreis und war bis 1996 dessen Vorsitzende.
Regelmäßige Tätigkeit als Autorin im Esslinger Verlag-J.F.Schreiber, Verlag Freies Geistesleben und Urachhaus.
www.maerchenkreis.de
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Umhängetasche der Cree Indianer (Ausschnitt)
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Ron Evans ist ein Cree-Indianer aus Kanada, ein Metis vom Stamm der Chippewa Cree. Er ist Bewahrer der Geschichten und der Geschichte seines Stammes, schlägt aber Brücken zwischen diesem Erbgut und der mündlichen Überlieferung Europas. Er möchte kein Bühnenerzähler sein, sondern ein stiller Vermittler von einer authentischen Tradition, die leider bedroht ist und dennoch eine wichtige Trageweite und Bedeutung für alle Menschen hat. Die besondere Ehre, ihn beim Stuttgarter Festival empfangen zu können, verdanken wir der Aachener Erzählerin Regina Sommer.
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Sigrid Früh, 1935 als Nachfahrin von Justinus Kerner bei Ludwigsburg geboren, studierte Germanistik und Volkskunde in Tübingen und Zürich. Sie ist eine der bekanntesten Märchen- und Sagenforscherinnen Deutschlands. Sie hält Seminare und Vorträge über Märchen und Sagen, ist Märchenerzählerin in verschiedenen Institutionen, Universitäten, Bibliotheken und Bildungseinrichtungen. Sie arbeitete in verschiedenen Rundfunk- und Fernseh-sendungen mit, u. a. mit Mundart beim SWR. Sie selbst schreibt über die Botschaft der Märchen: „Die Märchen schöpfen aus den Quellen einer universellen Mythologie. Sie berichten in einer bildhaften Symbolsprache von übernatürlichen Dingen, von magischen Phänomenen und von Wünschen, die in Erfüllung gehen. Sie schildern aber auch alle Freuden und Leiden, alle Höhen und Tiefen menschlichen Daseins.“
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Caroline Gebert-Khan arbeitet seit 20 Jahren auf internationalen Bühnen. Durch ihre deutsch-indische Herkunft ist sie in beiden Kulturen zu Hause.
Sie ist Gründerin und Direktorin der Tanzakademie Lotos, die sich in engem Austausch mit der Tanzakademie Pracheen Kala Kendra in Nordindien befindet. Die Tanzakademie Lotos ist von der indischen Regierung als Ausbildungs- und Examenszentrum im klassischen Tanzstil Bharata Matyam anerkannt.
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1953 in Tel Aviv geboren und in Wien aufgewachsen, lebt Gidon Horowitz heute bei Freiburg im Breisgau und ist als Märchenerzähler, Schriftsteller und analytischer Psychotherapeut mit eigener Praxis tätig. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören überlieferte Volksmärchen aus den verschiedensten Ländern und eigene Märchen unter anderem Märchen und Geschichten aus der jüdischen Überlieferung, Märchen aus dem Orient, Märchen und Mythen von der Natur. Mit seinem einfachen und gelassenen Auftreten lässt er den ZuhörerInnen viel Raum für die eigenen inneren Bilder zu den Geschichten. Und zwischendurch überrascht er sein Publikum immer wieder mit feinem Humor und amüsanten Pointen. Veröffentlicht hat Gidon Horowitz bislang vier Märchenbücher und mehrere Märchen-CDs.
www.maerchenschatz.de
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Der gebürtige Bayer Tormenta Jobarteh ist Musiker von frühester Jugend an. Neben europäischem Folk galt sein Interesse immer auch der traditionellen Musik anderer Kulturen. Er studierte lange Jahre in Gambia (Afrika) die Melodien, Mythen und Geschichte(n) der „Mandinka-Griots“. Sie sind Musiker, Geschichtenerzähler, Chronisten, Historiker, Troubadoure und Berater in einer Person. Fasziniert von dieser alten Musikerkaste erlernte er die Kunst des Spiels auf der Kora, der 21-saitigen Harfenlaute.
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Er beherrscht das Instrument so virtuos, dass er von einer der angesehensten Griot-Familien, der Familie Jobarteh (Dioubate), aufgenommen wurde und deren Namen annahm. In seinem Programm präsentiert Tormenta Jobarteh singend und erzählend sowohl traditionelle westafrikanische Musik, Melodien und Geschichte(n) der Griots als auch eigene Kompositionen in den Sprachen Mandinka, Wollof, Englisch und Deutsch. Er erzählt von Herzen mit großer Kraft und mitreißender Lebendigkeit!
www.jobarteh-kunda.de
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| Alexander Kostinskij |
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Alexander Kostinskij wurde 1946 in Kiew/Ukraine geboren. Seit 1970 publiziert er vor allem Kinderbücher, die in der Sowjetunion große Erfolge wurden, und entwickelte Szenarien für Zeichentrickfilme, für die er zahlreiche Preise erhielt. Seit 1992 lebt er in München, wo er neben seiner Arbeit als Buch- und Theaterautor auch als Rundfunksprecher, Illustrator seiner eigenen Bücher, Zeichner, Maler und Märchenerzähler tätig ist.
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Seine poetische Welt „verleitet zu nostalgischen Traumreisen. Ihre Botschaft aber ist aktuell, weil die Erzählungen - jede auf ihre Weise - von Toleranz, Mitmenschlichkeit und Mitgefühl handeln“. Er ist ein herausragender Erzähler, der es versteht, seine Zuhörer von der ersten Minute in den Bann zu ziehen und auf die Reise mitzunehmen. Dabei verpackt er manches, was er dem Zuhörer vermitteln will, in Witze und Anekdoten nach dem Motto seines Großvaters: „Ein Leben ohne Märchen und Witze ist wie Suppe ohne Salz“. Womit Alexander Kostinskij im besten Sinne die Traditionen jüdischer Märchenerzähler fortführt.
www.er-kultur.de/Autoren/Alexander-Kostinskij/
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Reza Maschajechi erzählt Märchen aus seiner persischen Heimat. Er erzählt sie, wie er sie von seiner Großmutter und seinem Vater gehört hat. Spannend und beruhigend, unwirklich und doch glaubhaft. Die gegensätzlichen Landschaften Persiens beeinflussen die Bewohner des Landes und ihre Märchen. Aus den Wüstenlandschaften stammen fantasievolle Märchen, aus den Bergen Dämonengeschichten und aus den Steppen kommen Märchen mit moralischem Hintergrund. Ein Märchenerzähler ist er geworden, da er eine wunderschöne Kindheit, wie er sie selber hatte, allen Kindern dieser Welt wünscht.
www.reza-maschajechi.de
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Martin Moffor ist im zentralafrikanischen Kamerun in dem kleinen Dorf Mankon geboren. Er wuchs mit den Tänzen und Rhythmen seines Stammes, der Basso, auf. Singen, Trommeln und Tanzen sind dort in das Alltagsleben integriert und prägen es. Es gibt keine Trennung zwischen Arbeit, Kunst und Kultur. Während Alltagstätigkeiten wird nicht nur gesungen, sondern es werden häufig auch Geschichten und Märchen erzählt.
Die mündliche Überlieferung ist ein wichtiges Instrument der Wahrung sozialer Identität.
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Die Weisheit der Älteren ist groß, aber genauso bedeutungsvoll ist ihr Vertrauen in die Kraft der Kinder und deren Rolle in der Gesellschaft, in Liebe, Freundschaft, Respekt und Solidarität. Martin Moffor lebte und lernte in Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun. Dort erwarb er in seinem Studium der Sozialpädagogik zusätzliche Kenntnisse in Animation, Theater und Tanz. Als Sozialarbeiter kehrte er in sein Dorf zurück und half dort den Menschen bei der Bewältigung von Problemen, die ihre Ursache im Verlust der afrikanischen Identität haben.
Seit 1986 lebt er in Deutschland.
www.martin-moffor.de
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Jusuf Naoum wurde 1941 in El Mina/Tripoli im Libanon geboren. 1964 kam er nach Deutschland und machte eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe, arbeitete als Kellner, wurde arbeitslos, ließ sich umschulen zum Masseur und medizinischen Bademeister, bis er sich 1983 als freier Schriftsteller selbständig machte. Seitdem lebt er als orientalischer Märchen- und Geschichtenerzähler in der Nähe von Wiesbaden.
Jusuf Naoum hat in seinem Repertoire zahlreiche Geschichten ausschließlich eigene. Darunter sind besonders viele Märchen und Witze, die sich gern an orientalische Stoffe anlehnen. Viele von ihnen veröffentlichte er auch in seinen Büchern. Geschichten, die er erzählt, sind unterhaltsam und witzig, wollen aber zugleich auch nachdenklich stimmen wie es auch die Geschichten von Till Eulenspiegel vermögen.
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Ein Anliegen für Jusuf Naoum ist es, mit seinem Erzählen die Phantasie der Zuhörer anzuregen und wenigstens im phantastischen Moment des Erzählens Orient und Okzident zu verbinden und damit eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen. So spielen seine Geschichten nicht nur in Bagdad und Beirut, sondern auch in Berlin und Washington.
www.jusuf-naoum.de
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| Katharina Ritter |
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Die aus Österreich stammende, in München wohnhafte Erzählerin erzählt Sagen & Geschichten, traditionell, modern, surreal, aus aller Welt, hat aber auch eigene Geschichten im Repertoire. Katharina Ritter hat nach Ausflügen zur Pantomime und ins Schauspiel entdeckt, dass sie vor allem einfach Geschichten interessieren, und hat sich vor zehn Jahren auf den Weg gemacht, diese zu erzählen.
Ganz frei, schlicht und direkt erzählt sie Geschichten, die sehr skurril, dunkel und schräg sind, gerne auch in ihrem alemannischen Dialekt.
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Den Kindern erzählt sie so gern, weil sie kein höfliches Publikum sind, den Erwachsenen wiederum, weil sie sich dann doch irgendwann gern verzaubern lassen...
Sie hat an zahlreichen Festivals teilgenommen und u. a. den Preis für die Beste Deutschsprachige Märchen- und Geschichtenerzählerin 2006 bekommen.
www.geschichtenerzaehlerin.de
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Micaela Sauber ist seit über 20 Jahren Erzählerin von Märchen und Geschichten. 1995 bis 2005 organisierte Micaela Sauber in Bosnien und Herzegowina, in der Republika Srpska, in Kroatien, in Flüchtlingslagern Erzählstunden und Märchenpuppenspiele für Kinder, sowie Seminare, Festivals und kleine Kulturkarawanen.
Einige ihrer märchenhaften Fundsachen und Erlebnisse aus dieser Zeit hat sie zu einer Geschichte verarbeitet, die in orientalischer Art viele bunte Fäden miteinander verknüpft. Das Wiedererwecken einer Erzählkultur als heilende, bildende und integrative Kunst ist das größte Anliegen der 1945 in Deutschland geborenen Erzählerin.
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| Eleni Torossi |
Foto:Isolde Ohlbaum
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Eleni Torossi, in Athen geboren und aufgewachsen, lebt seit 1968 in München, Studium der Politikwissenschaften. Sie arbeitet als Autorin und Journalistin für den Bayerischen Rundfunk, schreibt Sozial- und Kulturbeiträge, Geschichten und Hörspiele für mehrere Hörfunkanstalten.
Ihre Geschichten sind in zahlreichen Anthologien und Schulbüchern veröffentlicht worden.
Sie sind stets Begegnungen ungewohnter Art, schalkhafte Plädoyers für die Freundschaft und bieten sich an als Brücke zwischen den Kulturen. Sie erzählt Persönliches, Realistisches und Phantastisches, Fremdes und Vertrautes und versucht eine Balance herzustellen, als eigentlichen Motor zur Bewältigung von widersprüchlichen Alltagssituationen und ambivalenter Gefühle.
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Ihr erstes Buch Tanz der Tintenfische, wurde in die Empfehlungsliste der STIFTUNG LESEN aufgenommen. 1996 erhielt sie den Literaturförderpreis der Stadt München für den Entwurf ihres Kinderromans Dollars, Gangster und Kojoten. 1998 Auszeichnung des Griechischen Kinderbuchkreises für ihr Buch Elefanten und Knopflöcher. 2006 ausgezeichnet mit dem deutschen Civis-ARD-Preis für das BR-Feature „Verlassen und auf sich selbst gestellt - die Kinder der Gastarbeiter“.
www.torossi.com
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Geboren in London als Kind Guyanesischer Eltern verbrachte er einen Teil seiner Kindheit in Guyana, Südamerika.
Als professioneller Geschichtenerzähler seit 1981 hat er das „storytelling revival“ in Großbritannien entscheidend mitgeprägt. Sein Stil von kompromissloser Improvisation, seine ausgezeichnete Fähigkeit der Nacherzählung und sein Ohr für wilde Geschichten sind bemerkenswert. Durch seine einfühlsame Art ist es ihm möglich sehr ergreifende spontane Dichtung zu kreieren.
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Tuup reist durch die ganze Welt, um seine Geschichten zu erzählen und als Trommler und Sänger aufzutreten. Er sieht Geschichtenerzählen als ganzheitliche Medizin an, als etwas, das sich schon seit langem bewährt hat. Für ihn sind Erzähler und Zuhörer eins ein Teil der gleichen Reise.
Durch die Mitgründung des „West London Storytelling Unit“ arbeitet er daran, Geschichtenerzählen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ist dafür auch bereit Grenzen und Stereotypen aufzubrechen.
Er erzählt traditionelle Geschichten, weil diese ihm ermöglichen, darauf zu schauen, was sie wirklich aussagen und zu ihrem Kern zu gelangen. Für ihn stellen sie eine gute Möglichkeit dar, sein Publikum dazu zu bringen, wieder genau hinzuschauen.
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| Christiane Willms |
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Für Christiane Willms ist Erzählen die Kunst, Menschen von Mund zu Ohr zu berühren, entstehend aus der Magie eines Augenblicks, in dem die Erzählung zum Schlüssel für verborgene Räume und unbekannte Länder im Innern wird, die man vielleicht nie zuvor betreten hat. „Als Erzählerin nehme ich Menschen mit auf eine Reise, während sie äußerlich ganz still sitzen bleiben“, sagt sie, deren Märchen und Geschichten gleichwohl untrennbar mit der Erfahrung jahrelangen wirklichen Reisens und Lebens in Afrika, Asien und dem Nahen Osten verbunden sind. Die diplomierte Sprechkünstlerin und Sprecherzieherin ist seit 14 Jahren professionelle Erzählerin und lehrt u. a. an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
www.vonmundzuohr.de
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