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MiGlobe: Aufbau eines Pools von Berater*innen

Das Projekt „MiGlobe – Neue Chancen für die kommunale Entwicklungspolitik“ ist in Baden-Württemberg gestartet. Durch den Aufbau eines Pools von Beraterinnen und Beratern sollen vor allem migrantische Akteure verstärkt ihre entwicklungspolitischen Erfahrungen und ihre Expertise einbringen, um Kommunen des Landes bei der interkulturellen Öffnung ihrer entwicklungspolitischen Arbeit zu unterstützen.

Migrantinnen und Migranten engagieren sich schon seit vielen Jahren als Privatpersonen oder in Migrantenorganisationen für entwicklungspolitische Fragestellungen. Sie leisten wertvolle Inlandsarbeit und arbeiten somit in Deutschland daran, dass globale Entwicklungen sensibel und differenziert wahrgenommen werden, sie starten internationale Austauschprojekte oder initiieren Nord-Süd-Partnerschaften. Viel zu selten findet dieses Engagement in der breiten Öffentlichkeit Beachtung. Auch werden sie bislang nur wenig in die entwicklungspolitischen Aktivitäten auf kommunaler Ebene eingebunden. Dabei könnten Personen mit einer Migrationsgeschichte aufgrund ihres Hintergrundwissens, ihrer globalen Netzwerke und ihrer Erfahrung eine wichtige Rolle in der kommunalen Entwicklungspolitik übernehmen.

Das Projekt MiGlobe möchte deshalb die Beteiligungschancen für migrantisch-diasporische Gemeinschaften steigern, die kommunale Entwicklungspolitik durch die Perspektiven und Expertisen von Migrant*innen bereichern und für die Kommunen konkret nutzbar machen sowie Vernetzungen anregen und somit interkulturelle Öffnungsprozesse in der kommunalen Entwicklungspolitik anstoßen. Hierzu wird in 2017 zunächst ein Pool aus 18 Beratenden durch ein Ausschreibungsverfahren zusammengestellt und für die kommunale Beratungsarbeit in sechs Fortbildungsseminaren weiterqualifiziert. Diese Qualifizierungswochenenden zu Themen wie Kommunale Entwicklungspolitik, Kommunales Wissen, Methodik Interkulturelle Öffnung, Beraterrolle und Akteurslandschaft sollen die Beraterinnen und Berater vorbereiten. Ab 2018 stehen sie dann den verfassten Kommunen in Baden-Württemberg für eine umfassende Beratung zur interkulturellen Öffnung ihres entwicklungspolitischen Engagements zur Verfügung.

MiGlobe ist ein Kooperationsprojekt der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global, dem Forum der Kulturen Stuttgart e. V. und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB), das im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt wird und auf dem Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen basiert.

Sie sind an entwicklungspolitischen Fragestellungen und dem Themenbereich Interkulturelle Öffnung interessiert und können sich eine Berater*innentätigkeit in Kommunalverwaltungen als MiGlobe-Poolmitglied gut vorstellen?

Hier erhalten Sie nähere Informationen zur Ausschreibung zum MiGlobe-Berater*innenpool.