Zukunftsfragen – Migration und Rassismus in Deutschland
Vortrag und Gespräch mit Mark Terkessidis im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus
Viele Veränderungen, immer die gleichen Debatten – im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus 2026 gibt Mark Terkessidis am 18. März 2026 einen Rückblick und Ausblick auf die Themen Migration und Rassismus in Deutschland.
In den letzten fünf Jahrzehnten hat sich die Bundesrepublik dramatisch verändert, in vielerlei Hinsicht, aber vor allem demografisch: In den Städten der alten Bundesrepublik werden in absehbarer Zeit die Menschen mit Migrationshintergrund in der Mehrheit sein. Offensichtlich – und das zeigt sich etwa an Debatten über Probleme mit dem “Stadtbild” – kommt die Mentalität zumal in der Politik mit den Veränderungen nicht mit: Die Vorstellungen von Normalität erscheinen nostalgisch und realitätsfern, und strukturelle Probleme in Wirtschaft und Verwaltung werden auf das Thema Migration verlagert.
Die Frage ist aber auch, ob die jüngsten Diskussionen über Rassismus, die sich eher mit der Situation in den USA befassen, in dieser Situation hilfreich sind. Ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre in einem veränderten Land, das mit der eigenen Zukunft nicht zurecht kommt.
Mark Terkessidis ist freier Autor mit den Schwerpunkten Migration, Interkultur und Rassismus. In der langen Liste seiner Veröffentlichungen wird sein Weitblick und tiefes Verständnis für gesellschaftliche Entwicklungen in diesen Zusammenhängen deutlich.
Seine Promotionsschrift wurde 2004 mit dem Titel “Die Banalität des Rassismus. Migranten zweiter Generation entwickeln eine neue Perspektive” veröffentlicht. In neueren Veröffentlichungen befasst er sich unter anderem mit den Themen Postkolonialismus sowie Diversität und Demokratie.
Kooperationsveranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus, Forum der Kulturen Stuttgart e. V., Stadtjugendring Stuttgart, Deutsch-Türkisches Forum